Natriumhydroxid

Natriumhydroxid ist eine starke Base und trägt die chemische Bezeichnung NaOH. Gebräuchliche Bezeichnungen sind außerdem Ätznatron und kaustisches (“ätzend gemachtes”) Soda. Es wird durch Elektrolyse, also unter Einsatz elektrischen Stroms, aus Natriumchlorid (Kochsalz) gewonnen.

Als basische Verbindung wird es dazu verwendet, um Säuren zu neutralisieren und findet daher in der Lebensmittelindustrie Verwendung als Säureregulator. Gehandelt wird es in luftdichten Kunststoffbehältern als Kügelchen oder Plätzchen.

Verschiedene Gebrauchsformen und Eigenschaften von Natriumhydroxid

Natriumhydroxid wird in Verbindung mit anderen Stoffen vielseitig eingesetzt.
Die Lebensmittelindustrie benutzt es zum Beispiel bei der Verarbeitung von Teigwaren. Das Natriumhydroxid reagiert dabei mit dem Kohlendioxid, das beim Aufgehen des Teiges entsteht und wird zu Natriumhydrogencarbonat. Es verleiht damit dem beliebten Laugengebäck seinen charakteristischen Eigengeschmack. Wie bereits erwähnt, dient es bei der Lebensmittelverarbeitung ebenfalls als Säureregulator, d.h., es reguliert den PH-Wert (Säuregrad), und unterstützt die Wirkungsweise von Konservierungsmitteln. Es ist für Lebensmittel ohne Einschränkungen zugelassen und wird unter anderem bei der Verarbeitung folgender Nahrungsmittel hinzugefügt:

Natriumhydroxid ist Hauptbestandteil von Abflussreinigern

Natriumhydroxid ist Hauptbestandteil von Abflussreinigern

  • Marmeladen
  • Oliven
  • Kakao
  • Würzmittel

Natriumhydroxid in Wasser gelöst ergibt eine alkalische Natronlauge. Alkalisch ist das Gegenteil von “sauer” und wird synonym mit “basisch” verwendet. Eine Lösung ist dann basisch, wenn sie einen PH-Wert zwischen 7 und 14 hat. Ist die besagte Natronlauge hochkonzentriert, wirkt sie ätzend und wird mit dem entsprechenden Warnhinweis ausgezeichnet. Eine gesättigte Natronlauge bei Raumtemperatur in Wasser gelöst, besteht aus 1260 g Natriumhydroxid und 1 Liter Wasser. Natronlauge findet vor allem in Industrie- und Laborchemikalien Verwendung. Weil eine Umweltgefährdung durch Natriumhydroxid möglich ist, wird die Substanz zu den Wasserschadstoffen gerechnet. Festes Natriumhydroxid wird als Ätznatron bezeichnet. Durch seine zusätzliche Eigenschaft, Eiweiß und Stärke zu spalten, ist es meist wesentlicher Bestandteil von Abflussreinigern.

Zusammenfassung der Eigenschaften von Natriumhydroxid

Natriumhydroxid ist in erster Linie ein feuchtigkeitsbindender, weißer Feststoff, der säureregulierende (basische) Eigenschaften besitzt. Unter Wärmeeinwirkung lässt es sich gut in Wasser lösen und ergibt eine alkalische Lösung, mit der Säuren neutralisiert und mit gezielter Dosierung der PH-Wert reguliert werden kann. Lässt man festes Natriumhydroxid an der Luft liegen, oxidiert es und wird zu Natriumhydrogencarbonat, das im Haushalt und der Lebensmittelindustrie u. a. als Backtriebmittel eingesetzt wird. Als Ätznatron wird es Abflussreinigern beigemengt.

Bildquelle: Markus Bormann@fotolia.com

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